PaxLock Pro2: Moderne Zutrittskontrolle direkt an der Tür

Zutrittskontrolle soll Gebäude schützen und gleichzeitig den Alltag erleichtern. Mit dem Paxton PaxLock Pro2 lässt sich die elektronische Zutrittsprüfung direkt in den Türbeschlag integrieren. Der batteriebetriebene Beschlag kombiniert einen Multiformat-Leser mit drahtloser Kommunikation und einer Aktionstaste für digitale Privatsphäre. Damit eignet er sich für unterschiedliche Anwendungen in Bürogebäuden, gewerblichen Immobilien und Einrichtungen mit wechselnden Zutrittsberechtigungen.

Die GRAEF Gruppe unterstützt Unternehmen in Deutschland bei der Auswahl, Planung und Installation passender Zutrittslösungen. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Technik: Entscheidend ist, wie zuverlässig sich Berechtigungen, Bedienung und Gebäudenutzung zu einem schlüssigen Sicherheitskonzept verbinden lassen.

Ein elektronischer Türbeschlag mit flexiblen Betriebsarten

PaxLock Pro2 kann eigenständig oder als Bestandteil eines vernetzten Zutrittskontrollsystems eingesetzt werden. Im Standalone-Betrieb werden Transponder über entsprechende Kartenpakete verwaltet. Für eine zentrale Organisation lässt sich der Beschlag in Net2 oder Paxton10 integrieren. Dadurch können Betreiber eine Betriebsart wählen, die zu ihrer Gebäudegröße, vorhandenen Infrastruktur und Verwaltung passt.

Die Versorgung erfolgt über vier AA-Alkalinebatterien mit jeweils 1,5 Volt. Eine externe Stromleitung zum Beschlag ist damit nicht erforderlich. Paxton nennt eine Batterielebensdauer von 55.000 Betätigungen. Dieser Wert sollte jedoch nicht als feste Laufzeit verstanden werden: Nutzung, Umgebungsbedingungen und mechanischer Zustand der Tür beeinflussen den tatsächlichen Batterieverbrauch.

Kapazität für unterschiedliche Anforderungen

Im Standalone-Modus unterstützt PaxLock Pro2 bis zu 100 Kartenpakete mit insgesamt bis zu 5.000 Transpondern beziehungsweise Nutzern. Für den Online-Betrieb wird eine maximale Kapazität von 50.000 angegeben. Zusätzlich können bis zu 16.000 Ereignisse gespeichert werden. Diese Eigenschaften schaffen Spielraum für unterschiedliche Organisationsformen, ohne dass jede Tür dieselbe Verwaltung benötigen muss.

  • Standalone-Betrieb oder Integration in Net2 und Paxton10
  • Batterieversorgung ohne externe Stromleitung zum Beschlag
  • Einstellbare Freigabezeit von einer bis 60 Sekunden
  • Warnung bei niedrigem Batteriestand
  • Drahtlose Ereignisübertragung im vernetzten Betrieb
  • Akustische Signale können deaktiviert werden

Bei der Planung unserer Zutrittskontrollsysteme berücksichtigen wir deshalb nicht nur Nutzerzahlen, sondern auch Bedienabläufe, Zuständigkeiten und die Nutzung jeder einzelnen Tür.

Multiformat-Leser und digitale Privatsphäre

Der integrierte Zweifrequenz-Leser verarbeitet unterstützte Identifikationsmedien im Bereich von 125 kHz und 13,56 MHz. Dazu zählen Paxton-Transponder, EM4100/02 und MIFARE. Mit Paxton10 können außerdem verschlüsselte Paxton-Identifikationsmedien verwendet werden. Die Unterstützung mehrerer Formate erleichtert die Auswahl geeigneter Medien; sie bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Kartenarten denselben Schutz gegen Kopieren bieten.

Bei EM4100/02 wird die Seriennummer gelesen, bei MIFARE die UID. Verschlüsselte Paxton-Medien nutzen dagegen einen verschlüsselten Sektor. Für sicherheitssensible Anwendungen ist diese Unterscheidung wichtig: Die bloße Erkennung einer Karte ist nicht mit einer kryptografisch abgesicherten Identifikation gleichzusetzen. Die Medienwahl gehört daher ausdrücklich zur Sicherheitsplanung.

Ungestörte Nutzung von Besprechungs- und Arbeitsräumen

Eine besondere Funktion ist der digitale Privatsphäre-Modus. Nach entsprechender Freischaltung im System lässt er sich über die Aktionstaste auf der Innenseite aktivieren. Währenddessen wird gültigen Transpondern der Zutritt verweigert. Das ist beispielsweise für Besprechungsräume sinnvoll, in denen vertrauliche Gespräche ohne Unterbrechungen stattfinden sollen.

Eine rote Anzeige bestätigt die Aktivierung. Wird der innere Türgriff zum Verlassen des Raums betätigt, endet der Privatsphäre-Modus; die Anzeige blinkt grün. Anschließend gelten wieder die normalen Berechtigungen. So lässt sich die temporäre Raumnutzung steuern, ohne dauerhaft Benutzerrechte verändern zu müssen.

Privatsphäre bewusst organisieren

Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert. Für ihre Nutzung sind Net2 ab Version 7 beziehungsweise Paxton10 ab SR7 erforderlich. Betreiber sollten festlegen, in welchen Räumen sie sinnvoll ist und wie bei versehentlich aktivierter Privatsphäre vorzugehen ist.

Robuste Technik und objektspezifische Planung

PaxLock Pro2 verfügt über die Stoßfestigkeitsklasse IK10. Die Leserseite besitzt die Schutzart IP55 und einen angegebenen Temperaturbereich von minus 20 bis plus 55 Grad Celsius. Für die Batterieseite gelten dagegen null bis plus 49 Grad Celsius. Die Eignung für eine Außentür muss deshalb differenziert bewertet werden: Der Schutz der Leserseite darf nicht auf den gesamten Beschlag übertragen werden.

Auch die Nutzungshäufigkeit beeinflusst die Auswahl. Paxton empfiehlt PaxLock Pro2 für Türen mit bis zu ungefähr 75 Betätigungen täglich. Bei stärker frequentierten Zugängen sollte eine kabelgebundene Lösung geprüft werden. Ebenso wichtig sind ein kompatibles Schloss und eine leichtgängige Türmechanik.

Die GRAEF Gruppe verbindet Produktauswahl mit professioneller Umsetzung. Unsere Planung und Beratung berücksichtigt Schutzbedarf, Türnutzung und betriebliche Abläufe. So entsteht eine Zutrittslösung, die zum Objekt passt und verständlich bedienbar bleibt – in Berlin ebenso wie deutschlandweit.

Weitere Informationen

Was ist PaxLock Pro2?

PaxLock Pro2 ist ein batteriebetriebener elektronischer Türbeschlag von Paxton mit integriertem Transponderleser und drahtloser Kommunikation.

Ist der gesamte Beschlag wettergeschützt?

Die Schutzart IP55 gilt ausschließlich für die Leserseite. Die Umgebungsbedingungen der Batterieseite müssen separat berücksichtigt werden.

Wofür eignet sich der Privatsphäre-Modus?

Er ermöglicht eine vorübergehende Zutrittssperre, beispielsweise während vertraulicher Besprechungen. Die Funktion muss zuvor im System aktiviert werden.

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