PaxLock Pro2 in Net2 und Paxton10 einbinden und konfigurieren

Ein elektronischer Türbeschlag ist dann sinnvoll eingesetzt, wenn er sich nahtlos in das bestehende Zutrittssystem integriert. PaxLock Pro2 unterstützt zwei Paxton-Plattformen: Net2 für klassische, PC-gestützte Installationen und Paxton10 für cloudbasierte, zukunftsorientierte Umgebungen. Beide bieten eine vollständig drahtlose Anbindung – ohne Kabelzug zur Tür. Die GRAEF Gruppe übernimmt die Einbindung und Konfiguration für Unternehmen, Behörden und anspruchsvolle Objekte in ganz Deutschland.
PaxLock Pro2 in Net2 einbinden
In Net2-Umgebungen kommuniziert PaxLock Pro2 über eine Net2 Air Bridge, die als drahtlose Brücke zwischen dem Beschlag und dem Net2-PC fungiert. Die Registrierung erfolgt ohne Software-Eingriff: Ein bereits in der Datenbank gespeicherter Transponder wird an den Leser gehalten – PaxLock Pro2 überträgt daraufhin die Daten an die Air Bridge. Sind mehrere Bridges in Reichweite, wählt der Beschlag automatisch jene mit dem stärksten Signal. Nach erfolgreicher Kopplung blinkt die LED grün.
Ist die Kopplung abgeschlossen, öffnet sich die Konfiguration über die Net2-Oberfläche unter „Zutrittspunkte“. Dort lassen sich Freigabezeit, Dauerfreigabe-Zeitzonen, Leserkonfiguration und Ausgabeverhalten individuell einstellen. Die maximale Empfehlung von Paxton für net2 Air Bridges liegt bei zehn angebundenen PaxLock-Geräten pro Bridge – ein Wert, der bei der Planung größerer Objekte beachtet werden sollte. Für gewerbliche Installationen in Industrieunternehmen oder Einrichtungen der öffentlichen Hand mit vielen Türen empfiehlt sich daher eine sorgfältige Planung der Bridge-Positionen.
- Kopplung per Transponder – kein manueller Eingriff in die Software nötig
- Automatische Bridge-Auswahl nach Signalstärke
- Konfiguration von Freigabezeit, Zeitzonen und Zutrittspunktnamen in Net2
- Bis zu zehn PaxLock-Geräte pro Net2 Air Bridge empfohlen
- Neupositionierung: automatische Wiederverbindung mit der stärksten Bridge
PaxLock Pro2 in Paxton10 einbinden
In Paxton10-Umgebungen übernimmt der Paxton10 Wireless Connector die Kommunikation. Die Erkennung eines neuen PaxLock Pro2 erfolgt durch das Vorzeigen eines Systemtechniker-Transponders – danach erscheint das Gerät im Paxton10-Gerätebereich als nicht zugeordneter Beschlag. Per Drag-and-Drop wird es einem Türobjekt zugewiesen. Sobald das Gerät zugeordnet ist, gilt es als an das System gebunden und kann nicht mehr von einem anderen Paxton10-System übernommen werden.
Die Verwaltung läuft anschließend über „Hardware Verwalten“: Status, Batteriestand und Gerätezuordnung sind dort jederzeit einsehbar. Die Erstaktualisierung nach der Kopplung dauert etwa zehn Minuten – ein Aspekt, der bei der Inbetriebnahme eingeplant werden sollte. Die GRAEF Gruppe konfiguriert Paxton10-Installationen für unterschiedliche Objektarten, von Botschaften und Verwaltungsgebäuden bis hin zu Ärztehäusern und Praxen.
Bluetooth-Modi: drei Varianten für unterschiedliche Zugangssituationen
In Paxton10 lässt sich für jeden PaxLock Pro2 individuell festlegen, wie Bluetooth-Zugangsdaten gelesen werden:
- Transponder-Modus: Smarte Zugangsdaten werden gelesen, sobald das Gerät in Reichweite ist
- Touch to Enter: Der Nutzer trägt das Gerät in der Tasche und berührt den Beschlag zum Öffnen
- Bluetooth deaktiviert: Smarte Zugangsdaten werden ignoriert; nur physische Transponder gelten
Zusätzlich lässt sich in Paxton10 eine biometrische Verifikation aktivieren: Der Nutzer muss sein Smartphone vor dem Zutritt mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren. Ist keine Bildschirmsperre eingerichtet, wird der Zutritt automatisch verweigert. Diese Option erhöht die Sicherheit erheblich – insbesondere bei sicherheitssensiblen Objekten, wo ein verlorenes Smartphone ohne Gerätesperrung keinen Zutritt ermöglichen darf.
Systemvoraussetzungen für den Privatsphäre-Modus
Der Privatsphäre-Modus ist in beiden Plattformen standardmäßig deaktiviert. Für Net2 ist mindestens Version 7 erforderlich, für Paxton10 mindestens SR7. Die Aktivierung erfolgt jeweils in der Gerätekonfiguration – der Beschlag selbst signalisiert den aktiven Modus mit roter LED; das Verlassen des Raums über den Innengriff deaktiviert ihn automatisch.
Signalqualität und häufige Installationsfehler
Die häufigsten Verbindungsprobleme entstehen nicht durch defekte Hardware, sondern durch ungünstige Platzierung der Air Bridge oder des Wireless Connectors. Metalltüren und -rahmen dämpfen das Funksignal, dichte Materialien reduzieren die Reichweite und gemeinsam genutzte WLAN-Netzwerke können bei hoher Auslastung stören. Paxton empfiehlt für eine stabile Verbindung 3 bis 4 Signalbalken – liegt der Wert dauerhaft darunter, sollte die Bridge versetzt werden.
Weitere typische Fehlerquellen: Ein Schlosskasten mit zu großem Griffdrehwinkel verhindert den vollständigen Riegelrückzug, ein zuvor an ein anderes System gebundener Beschlag muss erst zurückgesetzt werden, und nicht unterstützte Transponderformate führen zu keiner Reaktion des Lesers. Diese Punkte gehören zur Inbetriebnahmeprüfung, die GRAEF standardmäßig nach jeder Installation durchführt.
Wenn Sie Paxton-Produkte in Ihrem Objekt einsetzen möchten oder eine bestehende Anlage erweitern wollen, begleitet die GRAEF Gruppe den gesamten Prozess – von der Systemwahl bis zur abgeschlossenen Konfiguration. Mehr zu unserer Arbeitsweise finden Sie auf der Seite Über uns. Für eine erste Einschätzung Ihres Projekts steht unser Team über Planung und Beratung zur Verfügung.




