FeuerTrutz Award 2024: „Smart-Cell“ in der Leserwahl auf der Shortlist

Auf den aktuellen Bildern von der Fachmesse ist eine Urkunde zur Leserwahl „Produkt des Jahres 2024“ im Rahmen des FeuerTrutz Award zu sehen. In der Kategorie Anlagentechnischer Brandschutz wurde die „Funk-Brandwarnanlage Smart-Cell“ (Carrier Fire & Security Deutschland GmbH / KIDDE) für die Shortlist ausgewählt. Solche Nominierungen sind für Planer, Betreiber und Errichter ein interessanter Indikator dafür, welche Lösungen in der Branche gerade besonders viel Aufmerksamkeit erhalten – insbesondere dann, wenn es um praktische Umsetzbarkeit, Nachrüstbarkeit und Betriebssicherheit geht.
Die zweite Aufnahme zeigt das Messeumfeld am KIDDE-Stand: ein klassisches Setting, in dem Hersteller ihre Systeme demonstrieren, typische Komponenten präsentieren und Anwendungsszenarien diskutieren. Für uns als GRAEF Group ist das vor allem relevant, weil neue oder ausgezeichnete Produkte häufig konkrete Fragestellungen aus dem Alltag adressieren: Wie schnell lässt sich eine Lösung installieren? Wie flexibel ist sie bei Änderungen im Objekt? Welche Anforderungen ergeben sich für Dokumentation und Betrieb?
Was die Auszeichnung (Shortlist) in der Praxis bedeutet
Wichtig ist die Einordnung: Die Urkunde bestätigt die Shortlist-Platzierung innerhalb der Leserwahl. Das ist keine technische Zertifizierung, aber ein Signal, dass das Produkt in einer breiten Fachöffentlichkeit als „beachtenswert“ wahrgenommen wird. Für Betreiber kann das ein Anlass sein, sich mit dem System zu beschäftigen – gerade bei Objekten, in denen klassische Leitungswege, Bauzeiten oder Betriebsunterbrechungen eine Rolle spielen.

Funk-Brandwarnanlage „Smart-Cell“: Grundprinzip und Nutzen im Objekt
Der Begriff Funk-Brandwarnanlage deutet bereits auf den Kernansatz hin: Melder und Systemkomponenten kommunizieren drahtlos. Solche Systeme werden typischerweise dort interessant, wo eine kabelgebundene Brandmeldetechnik mit hohem baulichem Aufwand verbunden wäre oder wo eine Lösung flexibel an veränderliche Gebäudenutzung angepasst werden muss.
Aus Sicht der Projektpraxis ergeben sich dabei vor allem diese technischen und organisatorischen Schwerpunkte:
- Montage & Inbetriebnahme: Funkbasierte Komponenten reduzieren in vielen Fällen den Bedarf an Leitungswegen, Durchbrüchen und Trassenbau. Das kann die Installationslogistik vereinfachen – besonders in Bestandsgebäuden oder bei laufendem Betrieb.
- Skalierung & Anpassung: Wenn sich Bereiche, Nutzungen oder Schutzzonen ändern, ist es bei Funklösungen oft einfacher, Melderpositionen anzupassen oder zusätzliche Komponenten zu integrieren, ohne umfangreiche Kabelarbeiten nachzuziehen.
- Betrieb & Wartung: Funkbasierte Systeme bringen eigene Anforderungen mit, z. B. in Bezug auf Batteriemanagement, Funkabdeckung, Dokumentation und regelmäßige Funktionsprüfungen. Entscheidend ist, dass diese Punkte von Beginn an in die Planung einfließen.
Typische Einsatzszenarien
Auch ohne objektspezifische Details lässt sich „Smart-Cell“ in die üblichen Anwendungskorridore einordnen, in denen Funk-Brandwarnanlagen häufig diskutiert werden:
- Bestandsobjekte mit eingeschränkten Kabelwegen oder Denkmalschutz-Aspekten
- Temporäre Nutzung (Umbauphasen, Übergangslösungen, provisorische Bereiche)
- Gebäudeteile mit häufigen Layout-Änderungen, bei denen Flexibilität zählt
- Objekte mit hohem Aufwand für Leitungsführung, z. B. weitläufige Hallenbereiche
Worauf bei Planung, Integration und Dokumentation zu achten ist
Bei der Bewertung einer Funk-Brandwarnanlage sind drei Punkte in der Praxis besonders wichtig:
- Funkplanung & Abdeckung: Bereits vor der Montage sollte geklärt sein, ob die Funkbedingungen im Gebäude stabil sind (Baustoffe, Abschirmungen, Störquellen).
- Betriebskonzept: Wer ist verantwortlich für Prüfungen, Batteriewechsel, Ereignismanagement und Protokollierung?
- Schnittstellen & Gesamtarchitektur: In vielen Objekten existieren weitere Systeme (z. B. Sicherheitsbeleuchtung, Zutrittskontrolle, Video). Je nach Projekt kann relevant sein, wie sauber sich Prozesse und Alarmabläufe organisatorisch abbilden lassen.
Gerade weil das Thema Brandschutz sehr norm- und prozessgetrieben ist, entscheidet am Ende nicht ein einzelnes Feature, sondern die Gesamtheit aus Planung, sauberer Installation, nachvollziehbarer Dokumentation und einem tragfähigen Betreiberkonzept.




