Technische Umsetzung der LWL-Infrastruktur für die Telekom

Die Errichtung und Erweiterung von Glasfasernetzen erfordert eine präzise technische Ausführung, um die hohen Anforderungen an die Datenübertragungsraten im Netz der Telekom zu erfüllen. Die GRAEF Group hat im Rahmen dieses Projekts die vollständige Installation der Lichtwellenleiter-Komponenten übernommen. Dies umfasst nicht nur die physische Verlegung der Kabel, sondern auch die komplexe Integration in bestehende Netzstrukturen sowie die fachgerechte Montage der notwendigen Hardware-Komponenten in den Technikstandorten.

Ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeiten ist die Handhabung der Lichtwellenleiter (LWL), die aufgrund ihrer Beschaffenheit aus Quarzglas eine äußerst vorsichtige Behandlung erfordern. Jeder Arbeitsschritt, von der Vorbereitung der Kabelenden bis hin zur endgültigen Messung, muss unter Reinraumbedingungen oder zumindest in einer extrem sauberen Umgebung durchgeführt werden, um Signalverluste durch Verschmutzungen an den Stirnflächen der Fasern zu vermeiden.

Installation und Konfiguration von Baugruppenträgern

Ein zentraler Bestandteil der Arbeiten war die Montage und Bestückung von Baugruppenträgern in den entsprechenden Netzwerkschränken. Diese Einheiten dienen als zentrale Knotenpunkte für die Verteilung der Glasfasersignale. Die GRAEF Group installierte hierbei Systeme, die eine hohe Packungsdichte an Fasern ermöglichen und gleichzeitig eine übersichtliche Kabelführung gewährleisten. Die Baugruppenträger wurden präzise in die Rack-Systeme integriert, wobei auf eine optimale thermische Entlastung und mechanische Stabilität geachtet wurde.

Innerhalb dieser Trägersysteme erfolgt die Aufnahme der Spleißkassetten. Jede Kassette muss so konfiguriert sein, dass die Glasfasern ohne mechanische Spannung und unter strikter Einhaltung der zulässigen Biegeradien abgelegt werden. Ein zu enger Biegeradius würde zu einer erhöhten Dämpfung oder im schlimmsten Fall zum Bruch der Faser führen. Die strukturierte Ablage innerhalb der Baugruppenträger ist zudem die Voraussetzung für spätere Wartungsarbeiten oder Erweiterungen des Netzes, da jede einzelne Faser eindeutig identifizierbar und zugänglich sein muss.

Präzises Spleißen der Lichtwellenleiter

Das Spleißen der Glasfasern stellt den technisch anspruchsvollsten Teil der Montage dar. Hierbei wurden die einzelnen Fasern der Telekom-Zuleitungen mit den Pigtails in den Spleißkassetten dauerhaft verbunden. Die GRAEF Group setzte hierfür moderne Lichtbogenschweißgeräte ein, die eine automatische Zentrierung der Faserkerne vornehmen. Durch diesen Prozess wird ein nahezu verlustfreier Übergang des Lichtsignals ermöglicht. Jeder einzelne Spleißvorgang wurde unmittelbar nach der Ausführung kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Dämpfungswerte innerhalb der engen Toleranzgrenzen der Telekom-Spezifikationen liegen.

Nach dem Spleißen werden die Verbindungsstellen durch spezielle Spleißschutzhalterungen in den Kassetten fixiert. Diese schützen die empfindliche Schweißstelle vor Feuchtigkeit und mechanischen Einflüssen. Die Dokumentation jedes Spleißes ist dabei ein integraler Bestandteil des Prozesses, um die Rückverfolgbarkeit jeder Verbindung im gesamten Netzabschnitt zu gewährleisten.

Verlegung und Schutz der Glasfaserkabel

Die Zuführung der Glasfaserkabel zu den Baugruppenträgern erfolgte über spezialisierte Führungssysteme und Wellschläuche. Diese Schutzsysteme verhindern, dass die Kabel bei Arbeiten im Schrank gequetscht oder übermäßig gedehnt werden. Die GRAEF Group achtete bei der Verlegung besonders auf die Trennung von Energie- und Datenleitungen, um elektromagnetische Beeinflussungen auszuschließen, obwohl Glasfasern selbst immun gegen EMV-Störungen sind. Dennoch dient eine saubere Trennung der allgemeinen Betriebssicherheit und Übersichtlichkeit der Anlage.

Die gelben LWL-Kabel, die auf den Projektaufnahmen zu sehen sind, wurden in bündelbaren Systemen zusammengefasst und an den Eintrittspunkten der Baugruppenträger zugentlastet. Diese Zugentlastung ist essenziell, damit bei Erschütterungen oder Bewegungen im Raum keine Kräfte direkt auf die Spleißverbindungen wirken können. Jedes Kabelbündel wurde gemäß dem Belegungsplan der Telekom gekennzeichnet, was eine schnelle Fehlerdiagnose im Falle einer Störung ermöglicht.

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