Brandschutz an Berliner Bahnhöfen: GRAEF Gruppe realisiert Sicherheitstechnik im laufenden Bahnbetrieb

Die GRAEF Gruppe hat Arbeiten zur Installation von Sicherheits- und Brandschutztechnik an Berliner Bahnhöfen umgesetzt. Das Projekt fand innerhalb des in einer öffentlichen Mitteilung genannten Bauzeitraums vom 14. Juni bis 12. Dezember statt. Im Fokus unserer Leistungen standen nicht die Gleis- oder Weichentechnik, sondern die zuverlässige Absicherung von Gebäudebereichen und technischen Infrastrukturen durch Brandmeldetechnik, Einbruchmeldetechnik, Zutrittskontrolle, Alarmierung sowie Überspannungsschutz. Gerade an Verkehrsbauwerken ist eine strukturierte Brandschutztechnik entscheidend, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Sicherheitsabläufe nachvollziehbar zu unterstützen.

Projektzeitraum für Maßnahmen an Berliner Stationen

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen eines umfangreichen Bauzeitraums in Berlin, der vom 14. Juni bis zum 12. Dezember vorgesehen war. In dieser Zeit wurden an Bahnhöfen auch Maßnahmen im Brandschutz und an Hallendächern durchgeführt. Die GRAEF Gruppe übernahm dabei die Installation sicherheitstechnischer Systeme für die betreffenden Stationsbereiche.

Solche Projekte stellen hohe Anforderungen an Planung, Koordination und Ausführung. Bahnhöfe sind komplexe, öffentlich zugängliche Gebäude mit unterschiedlichen Funktionszonen: Zugänge, technische Räume, Betriebsflächen, Verkehrsbereiche und sicherheitsrelevante Nebenräume müssen jeweils passend geschützt werden. Gleichzeitig sind vorhandene Anlagenstrukturen, die laufende Nutzung des Umfelds sowie vorgegebene Bauabläufe zu berücksichtigen.

Das Ziel einer professionellen Sicherheitslösung liegt nicht nur in der Montage einzelner Geräte. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Detektion, Überwachung, Alarmübertragung, Bedienung, Energieversorgung und dokumentierten Betriebsabläufen. Die eingesetzten Komponenten wurden deshalb zu einem abgestimmten System zusammengeführt.

Schwerpunkte der realisierten Sicherheitsinfrastruktur

  • Brandmelde- und Alarmtechnik für sicherheitsrelevante Bereiche
  • Einbruchmeldetechnik mit zentraler Steuerung und Bedienung
  • Zutrittskontrolle an Eingangstüren mit elektronischen Sicherheitsschlössern
  • Bewegungsmelder zur Überwachung von Innenbereichen
  • Optisch-akustische Außenalarmierung und technische Signalgebung
  • Überspannungs-, Erdungs- und Potentialausgleichskonzepte

Brandmelde- und Einbruchschutz mit Honeywell-Technik

Für die Sicherheitsarchitektur kam unter anderem Honeywell-Technik zum Einsatz. Die Brandmeldezentrale von Honeywell ESSER bildet eine Grundlage, um Brandmeldungen aus überwachten Bereichen zu erfassen, weiterzuleiten und eindeutig zuzuordnen. In öffentlichen und technisch anspruchsvollen Gebäuden ist dies ein wesentlicher Bestandteil eines strukturierten Brandschutzkonzepts.

Die Einbruchmeldezentrale Honeywell MB-Secure PRO wurde mit Basisplatine, Basislizenz und einer Lizenz für bis zu 512 Benutzer realisiert. Ergänzt wurde die Zentrale durch I/O-Erweiterungen, Relaismodule, ein Sirenenmodul sowie LED- und LCD-Bedienteile. Diese Komponenten schaffen die technische Basis, um Meldungen, Schaltfunktionen und Alarmierungen innerhalb des Sicherheitskonzepts gezielt abzubilden.

Zur sicheren Unterbringung der Zentralentechnik wurden ein Zentralenschrank sowie ein Gehäuse für MB-Secure und MB-Secure PRO eingesetzt. Die Stromversorgung wird durch Akkus mit 12 Volt und 24 Ah Kapazität unterstützt. Ein Betriebsbuch für die Einbruchmeldeanlage und die zugehörige Kartentasche unterstützen zudem die geordnete Betriebsdokumentation.

Zusammenfassung: Zentralen als Kern der Sicherheitslogik

Die Kombination aus Brandmeldezentrale und Einbruchmeldezentrale ermöglicht eine klar strukturierte Sicherheitsarchitektur. Meldungen aus den angeschlossenen Bereichen können systematisch verarbeitet werden, während Bedien- und Dokumentationskonzepte den sicheren Betrieb unterstützen.

Praxis-Hinweis: Bei sicherheitstechnischen Anlagen in Verkehrsgebäuden müssen Planung, Installation und Inbetriebnahme auf die konkrete Nutzung, vorhandene Infrastruktur und die geltenden Anforderungen abgestimmt werden. Die Auswahl einzelner Komponenten ersetzt keine objektspezifische Sicherheitsplanung.

Zutrittskontrolle und Überwachung an Eingangstüren

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Absicherung von Eingangstüren. Eingesetzt wurden DCM Plus Türmodule für MB und ACS sowie luminAXS proX Leser mit 16 Tasten. Damit lassen sich Zutrittsprozesse an Türen kontrolliert in die Sicherheitsstruktur einbinden. Sicht- und Wetterschutzgehäuse für die luminAXS-Leser gemäß VdS tragen dazu bei, außenliegende Leser vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Zum Türsystem gehörten außerdem E-Sicherheitsschlösser 809 in verschiedenen Ausführungen – unter anderem für DIN-rechte, nach innen öffnende sowie DIN-linke, nach außen öffnende Türen. Ergänzt wurden diese durch passende Flachschließbleche und Aufbau-Magnetkontakte zur Öffnungsüberwachung nach EN Grad 3 beziehungsweise VdS Klasse C.

Die Innenraumüberwachung wurde mit Viewguard DUAL AM Bewegungsmeldern mit Flächenoptik auf BUS-2-Basis umgesetzt. Verstellgelenke ermöglichen dabei eine gezielte Ausrichtung der Melder. Eine fachgerechte Platzierung ist wesentlich, damit Bewegungen in relevanten Bereichen zuverlässig erkannt und störende Einflüsse so weit wie möglich minimiert werden.

Als ergänzende Leistung bietet die GRAEF Gruppe auch professionelle Zutrittskontrollsysteme für Gebäude mit unterschiedlichen Sicherheits- und Organisationsanforderungen an.

Alarmierung, Netzwerktechnik und Schutz vor Überspannung

Für die Außenalarmierung wurde eine Kompaktalarmierung mit optischem und akustischem Signalgeber vorgesehen. Diese Kombination kann dazu beitragen, ein Alarmereignis wahrnehmbar zu signalisieren. Gleichzeitig wurden technische Schutzmaßnahmen für Energie- und Kommunikationswege integriert.

Zum Überspannungsschutz gehören unter anderem Blitzductor XT ML4 BE 24, Basiselemente, EMV-Federklemmen, Schutzleiterklemmen sowie DEHNcord-Ableiter. Darüber hinaus wurden eine Potentialausgleichsschiene nach VDE 0618, koaxiale Überspannungsableiter und zugehörige Erdungsleitungen eingesetzt. Diese Maßnahmen helfen dabei, angeschlossene Sicherheitskomponenten gegen Überspannungsereignisse zu schützen und eine belastbare technische Infrastruktur zu schaffen.

Die Kommunikationsanbindung wurde mit einer Außenantenne AirLancer Extender O-360Q-5G und einem VPN-Router LANCOM 1800EF-5G für ISS DB ergänzt. Hinzu kamen Verteiler, Steckdosenlösungen, eine 19-Zoll-Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz sowie ein Rack-Mount-System. Damit wurden wichtige Voraussetzungen für Energieversorgung, Vernetzung und Fernkommunikation der Sicherheitsinfrastruktur berücksichtigt.

Fazit: Vernetzter Schutz für komplexe Stationsbereiche

Das Projekt zeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher Blick auf Brand-, Einbruch- und Zutrittsschutz in öffentlich genutzten Verkehrsbauwerken ist. Durch die Kombination aus Honeywell ESSER Brandmeldetechnik, MB-Secure Einbruchmeldetechnik, elektronischer Zutrittskontrolle, Alarmierung und Überspannungsschutz entstand eine auf die jeweiligen Bereiche abgestimmte Sicherheitsinfrastruktur. Die GRAEF Gruppe setzt solche Projekte mit fachlicher Planung, professioneller Installation und einem klaren Fokus auf langfristige Betriebssicherheit um.

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Welche Systeme installierte die GRAEF Gruppe im Projekt?

Zum Einsatz kamen Brandmeldetechnik von Honeywell ESSER, Einbruchmeldetechnik auf Basis von Honeywell MB-Secure PRO, Zutrittskontrollkomponenten, elektronische Sicherheitsschlösser, Bewegungsmelder, Alarmierung sowie Überspannungs- und Netzwerktechnik.

Welche Aufgabe hat eine Brandmeldezentrale?

Eine Brandmeldezentrale verarbeitet Meldungen angeschlossener Brandmelder, ordnet diese eindeutig zu und kann abhängig vom Sicherheitskonzept Alarmierungs- oder Übertragungswege ansteuern.

Warum ist Überspannungsschutz für Sicherheitstechnik wichtig?

Sicherheitsanlagen sind auf zuverlässige Energieversorgung und Kommunikation angewiesen. Überspannungsschutz, Erdung und Potentialausgleich helfen dabei, Komponenten und Leitungswege gegen elektrische Störeinflüsse und Überspannungsereignisse zu schützen.

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