{"id":24980,"date":"2025-05-16T08:57:17","date_gmt":"2025-05-16T06:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/?p=24980"},"modified":"2026-01-20T12:26:36","modified_gmt":"2026-01-20T11:26:36","slug":"cxo-event-auf-sylt-2025-geopolitik-cybersicherheit-und-bildung-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/cxo-event-auf-sylt-2025-geopolitik-cybersicherheit-und-bildung-im-fokus\/","title":{"rendered":"CXO-Event auf Sylt 2025 \u2013 Geopolitik, Cybersicherheit und Bildung im Fokus"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 9. Mai 2025 fand auf Sylt das <strong>7. CXO-Event 2025<\/strong> im Kulturhaus Sylt (Friesensaal in Keitum) statt. Veranstaltet vom Wirtschaftsrat der CDU (Landesverband Schleswig-Holstein) und seiner Landesfachkommission Digitales und Industrie 4.0, versammelte das Event hochkar\u00e4tige Vertreter aus Politik, Milit\u00e4r, Wissenschaft und Wirtschaft. <strong>Peter Gr\u00e4f<\/strong>, CEO der GRAEF Gruppe, war als Teilnehmer vor Ort und konnte wertvolle Eindr\u00fccke gewinnen. Auf der Agenda standen aktuelle Themen von geopolitischer Lage im Ostseeraum \u00fcber digitale Sicherheit in Verteidigung und Wirtschaft bis hin zu Bildung im digitalen Zeitalter. Im Mittelpunkt aller Beitr\u00e4ge stand die Frage, wie <strong>neue Technologien und Kooperationen<\/strong> genutzt werden k\u00f6nnen, um <strong>Sicherheit<\/strong> in einer zunehmend vernetzten und unsicheren Welt zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keynote-ostseeraum-geopolitik-im-brennglas\"><strong>Keynote: Ostseeraum \u2013 Geopolitik im Brennglas<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Johannes Peters (ISPK Kiel) w\u00e4hrend seiner Keynote \u00fcber die geopolitische Lage im Ostseeraum.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Auftakt skizzierte <strong>Johannes Peters, M.A.<\/strong>, Leiter der Abteilung Maritime Strategie &amp; Sicherheit am <strong>Institut f\u00fcr Sicherheitspolitik der Universit\u00e4t Kiel (ISPK)<\/strong>, in seiner <strong>Keynote<\/strong> \u201c<em>Der Ostseeraum \u2013 Geopolitik im Brennglas<\/em>\u201d die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Nordeuropa. Er beleuchtete die wachsende strategische Bedeutung des Ostseeraums vor dem Hintergrund globaler Spannungen und des Ukraine-Krieges. Peters hob hervor, wie wichtig <em>Eskalationsvermeidung<\/em> in diesem sensiblen Gebiet ist \u2013 NATO und Russland bewegen sich hier auf engem Raum, sodass Missverst\u00e4ndnisse schnell gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Als konkretes Beispiel f\u00fcr neuartige Bedrohungen nannte er die Gefahr von <strong>Sabotage an Unterseekabeln<\/strong>, die f\u00fcr Kommunikation und Energie\u00fcbertragung essentiell sind. Tats\u00e4chlich wurden in letzter Zeit vermehrt Tiefseekabel in der Ostsee besch\u00e4digt, wobei <strong>russische Akteure<\/strong> im Verdacht stehen. Eine Zerst\u00f6rung solcher Kabel w\u00fcrde nicht nur milit\u00e4rische Kommunikation treffen, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft erheblich schaden. Peters\u2019 Fazit: Zur <strong>Sicherheit im Ostseeraum<\/strong> braucht es entschlossenes internationales Handeln, robuste Infrastruktur und diplomatisches Fingerspitzengef\u00fchl, um Stabilit\u00e4t zu bewahren und Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"771\" data-id=\"24989\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_121010623-1-1-1024x771.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24989\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_121010623-1-1-1024x771.jpg 1024w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_121010623-1-1-768x579.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_121010623-1-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"24990\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_132847343-1-1-768x1024.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24990\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_132847343-1-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_132847343-1-1.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Panel 1: Sicherheit der digitalen Infrastruktur<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im <strong>Panel 1<\/strong> drehte sich alles um die <strong>Sicherheit digitaler Infrastruktur<\/strong> \u2013 also der kritischen Netze und IT-Systeme, die unsere Wirtschaft und Verwaltung am Laufen halten. An der Diskussion nahmen Expert:innen aus verschiedenen Bereichen teil, darunter <strong>Bodo Bahr<\/strong> (Generalsekret\u00e4r der Ostseeparlamentarierkonferenz, BSPC), <strong>Dagobert Michelsen<\/strong> (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Baltic Online Computer GmbH), <strong>Stephan Frense<\/strong> (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ARGE Netz) sowie <strong>Markus Lammerding<\/strong> (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ITM Holding GmbH). Sie beleuchteten aus ihren Perspektiven die Verwundbarkeit moderner Infrastrukturen gegen\u00fcber Cyberangriffen und Sabotage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentrales Thema waren die <strong>grenz\u00fcberschreitenden Datennetze und Energieversorgungssysteme<\/strong> im Ostseeraum. Bahr betonte die Bedeutung internationaler Kooperation: Im Ostseeraum arbeiten Anrainerstaaten bereits eng zusammen, um ihre Netze <em>krisenfest<\/em> zu machen. Die j\u00fcngsten Sabotagef\u00e4lle \u2013 von Angriffen auf Gaspipelines bis hin zu mysteri\u00f6sen St\u00f6rungen von Internetkabeln \u2013 haben gezeigt, dass <strong>kritische Infrastruktur<\/strong> im Fadenkreuz fremder M\u00e4chte stehen kann. Dagobert Michelsen erl\u00e4uterte, wie sich regionale Internetanbieter gegen <em>Cyber-Attacken<\/em> wappnen und warum Redundanz (zum Beispiel mehrere Datenwege) entscheidend ist, um Ausf\u00e4lle zu verkraften. Stephan Frense erg\u00e4nzte aus Sicht der Energiewirtschaft, dass die Strom- und Datennetze immer st\u00e4rker digital verkn\u00fcpft sind: <em>Smart Grids<\/em> und Industrie-4.0-Anwendungen erh\u00f6hen zwar die Effizienz, er\u00f6ffnen aber zugleich neue Angriffsfl\u00e4chen. Daher m\u00fcsse Sicherheit schon beim <strong>Design<\/strong> dieser Systeme mitgedacht werden (Stichwort <em>Security by Design<\/em>). Konsens der Panelisten war, dass <strong>\u00f6ffentliche Hand und Privatwirtschaft enger kooperieren<\/strong> m\u00fcssen \u2013 etwa durch gemeinsame Notfall\u00fcbungen, Informationsaustausch zu Bedrohungen und Entwicklung von Standards \u2013, um die digitale Infrastruktur robust und resilient zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"771\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_082524655-1-1-1024x771.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24991\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_082524655-1-1-1024x771.jpg 1024w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_082524655-1-1-768x579.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_082524655-1-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Panel 2: Digitale Sicherheit in der Verteidigung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diskussion zu digitaler Sicherheit in der Verteidigung: Henning Otte (mitte) und Flottillenadmiral Christian Bock (rechts) mit Industrievertretern im Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Panel 2<\/strong> widmete sich der Frage, wie die <strong>digitale Sicherheit in der Verteidigung<\/strong> gew\u00e4hrleistet und modernisiert werden kann. Hier diskutierten hochrangige Vertreter aus Politik, Milit\u00e4r und R\u00fcstungsindustrie: <strong>Henning Otte, MdB<\/strong> (stellv. Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag), <strong>Flottillenadmiral Christian Heinrich Bock<\/strong> (Unterabteilungsleiter Milit\u00e4rstrategie, Einsatz und Operationen im Verteidigungsministerium), <strong>Dr. Jeronimo Dzaack<\/strong> (Leiter Strategie, Technologie und Innovation bei ATLAS ELEKTRONIK GmbH) und <strong>Eugen Ciemnyjewski<\/strong> (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer EUROATLAS GmbH).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Schwerpunkt dieses Panels war das Zusammenspiel von <em>gro\u00dfen<\/em> und <em>kleinen Verteidigungssystemen<\/em> und die Frage, ob neue Entwicklungsans\u00e4tze n\u00f6tig sind. <strong>Henning Otte<\/strong> machte deutlich, dass die Bundeswehr nach Jahren des Sparkurses nun massiv investiert \u2013 nicht nur in milliardenschwere Gro\u00dfprojekte wie Flugzeuge und Schiffe, sondern auch in agile, <strong>kleinere Systeme<\/strong>. Letztere umfassen z.B. unbemannte Drohnen, Satellitenkommunikation oder Cyber-Abwehrsoftware, die rasch beschafft und aktualisiert werden k\u00f6nnen. Otte betonte, dass Deutschland Lehren aus dem Ukraine-Krieg zieht: <em>Moderne Kriegsf\u00fchrung<\/em> entscheidet sich nicht allein mit Panzern und Jets, sondern auch in der digitalen Sph\u00e4re. Admiral <strong>Christian Bock<\/strong> best\u00e4tigte aus strategischer Sicht, dass k\u00fcnftige Konflikte hybride Bedrohungen mit sich bringen \u2013 Cyberangriffe auf milit\u00e4rische IT-Systeme, Desinformation sowie Angriffe auf zivile Infrastruktur als Teil der Kriegsf\u00fchrung. Die <strong>Cybersicherheit der Streitkr\u00e4fte<\/strong> habe daher oberste Priorit\u00e4t. Bock erl\u00e4uterte, wie die Bundeswehr ihre Netzwerke und Waffensysteme gegen Hackerangriffe sch\u00fctzt und zugleich versucht, innovative Technologien schneller in die Truppe zu bringen. Hier kn\u00fcpfte <strong>Dr. Jeronimo Dzaack<\/strong> von ATLAS ELEKTRONIK an: Er stellte neue Entwicklungsans\u00e4tze vor, mit denen die R\u00fcstungsindustrie <em>flexibler und schneller<\/em> auf technologische Trends reagieren kann. Traditionell dauern R\u00fcstungsentwicklungen viele Jahre \u2013 Dzaack pl\u00e4dierte daf\u00fcr, <strong>agile Methoden<\/strong> aus der zivilen Tech-Welt zu \u00fcbernehmen, um z.B. Software f\u00fcr U-Boote oder Sensorsysteme in k\u00fcrzeren Zyklen upzugraden. <strong>Eugen Ciemnyjewski<\/strong> erg\u00e4nzte, dass auch spezialisierte Mittelst\u00e4ndler (wie sein Unternehmen EUROATLAS, ein Anbieter von Leistungselektronik) wichtige Innovationsgeber sind. Durch Kooperationen zwischen Gro\u00dfkonzernen, Mittelstand und Start-ups k\u00f6nnten <em>neue L\u00f6sungen<\/em> entstehen, die sowohl gro\u00dfen Plattformen (etwa einer Fregatte) als auch einzelnen Soldaten im Einsatz zugutekommen. Das Panel war sich einig, dass <strong>Digitalisierung und Verteidigung<\/strong> untrennbar verbunden sind: Die <em>Landkarte der Bedrohungen<\/em> reicht vom Cyberraum bis zum Meeresgrund \u2013 entsprechend muss die <strong>R\u00fcstungsstrategie<\/strong> sowohl klassische F\u00e4higkeiten st\u00e4rken als auch High-Tech-Innovationen und digitale Abwehr bereithalten. Neue <strong>entwicklungsans\u00e4tze<\/strong> wie Public-Private-Partnerships und Dual-Use-Technologien (zivile Innovation f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke) wurden als vielversprechend bewertet, um schneller auf das dynamische Sicherheitsumfeld reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"771\" height=\"1024\" data-id=\"24994\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083931674-1-1-771x1024.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24994\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083931674-1-1-771x1024.jpg 771w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083931674-1-1-768x1019.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083931674-1-1.jpg 904w\" sizes=\"(max-width: 771px) 100vw, 771px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"771\" height=\"1024\" data-id=\"24995\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083346995-1-1-771x1024.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24995\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083346995-1-1-771x1024.jpg 771w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083346995-1-1-768x1019.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_083346995-1-1.jpg 904w\" sizes=\"(max-width: 771px) 100vw, 771px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Panel 3: Digitale Sicherheit in der Wirtschaft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Panel 3 zur digitalen Sicherheit in der Wirtschaft mit Teilnehmern aus Politik, Beh\u00f6rde und Beratung (u.a. Prof. Timo Kob, HiSolutions, 2.v.r. am Stehtisch).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Verteidigung r\u00fcckte im <strong>Panel 3<\/strong> die <strong>digitale Sicherheit in der Wirtschaft<\/strong> und Gesellschaft in den Fokus. Auf dem Podium sprachen <strong>Hansj\u00f6rg Schmidt, MdHB<\/strong> (Sprecher f\u00fcr Wirtschaft und Innovation der SPD-Fraktion in der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft), <strong>Manuel Bach<\/strong> (Leiter des Referats <em>Cybersicherheit f\u00fcr KMU<\/em> beim BSI), <strong>Carsten Schiewe<\/strong> (Partner Defence &amp; Space bei KPMG) und <strong>Prof. Timo Kob<\/strong> (Vorstand der HiSolutions AG und Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Cybersicherheit im Wirtschaftsrat). Moderiert von Anja Zerbin, diskutierte die Runde, wie Unternehmen \u2013 vom Gro\u00dfkonzern bis zum Familienbetrieb \u2013 sich gegen die wachsende Flut von Cyberbedrohungen wappnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hansj\u00f6rg Schmidt<\/strong> er\u00f6ffnete mit der politischen Perspektive: Die Digitalisierung der Wirtschaft biete enorme Chancen, doch nur wenn Sicherheit mitgedacht werde, k\u00f6nne daraus nachhaltiger Wohlstand entstehen. Er verwies auf Initiativen in Hamburg und bundesweit, die Unternehmen bei der <strong>IT-Sicherheit<\/strong> unterst\u00fctzen und zugleich <em>Innovationen f\u00f6rdern<\/em>. <strong>Manuel Bach<\/strong> schilderte eindr\u00fccklich die Lage aus Sicht des <strong>Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)<\/strong>. Die Bedrohungslage im Cyberraum sei alarmierend, <strong>Angriffe auf Unternehmen<\/strong> nehmen st\u00e4ndig zu und treffen zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Bach stellte den vom BSI entwickelten <em>Cyber-Risiko-Check<\/em> vor, ein neues Angebot, das KMU eine standardisierte Sicherheitsberatung erm\u00f6glicht. Viele Mittelst\u00e4ndler wollten mehr f\u00fcr ihre IT-Sicherheit tun, w\u00fcssten aber oft nicht wo sie anfangen sollen \u2013 hier setzt der Cyber-Risiko-Check an, um Schwachstellen aufzudecken und passgenaue Ma\u00dfnahmen zu empfehlen. <strong>Carsten Schiewe<\/strong> brachte die Beratungssicht ein und betonte, dass Cybersecurity l\u00e4ngst ein Chefthema ist: In Aufsichtsr\u00e4ten und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen m\u00fcsse digitales Risikomanagement genauso ernst genommen werden wie Finanzen. Er berichtete von seiner T\u00e4tigkeit bei KPMG, dass immer mehr Firmen sogenannte <em>Cyber-Stresstests<\/em> durchf\u00fchren und in <em>Notfallpl\u00e4ne<\/em> investieren, um im Ernstfall handlungsf\u00e4hig zu sein. Allerdings gebe es im Mittelstand noch Nachholbedarf, sowohl bei technischen Schutzma\u00dfnahmen als auch in der <strong>organisatorischen Verankerung<\/strong> von IT-Sicherheit (z.B. durch regelm\u00e4\u00dfige Schulungen der Mitarbeitenden, Incident-Response-Teams, etc.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss des Panels setzte <strong>Prof. Timo Kob<\/strong> einen etwas anderen Akzent: Er hob die Bedeutung von <strong>Bildung und Kompetenzen<\/strong> f\u00fcr die digitale Sicherheit hervor. Technik alleine reiche nicht aus \u2013 die Menschen, die sie nutzen, m\u00fcssten ebenfalls bef\u00e4higt werden, sicher damit umzugehen. <em>IT-Bildung und Medienkompetenz<\/em> sollten nach Kobs \u00dcberzeugung als <strong>Grundrecht<\/strong> und elementarer Bestandteil der Allgemeinbildung verankert werden. Jeder B\u00fcrger und jede Arbeitnehmerin brauche grundlegendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr digitale Technologien, um sich im digitalen Raum souver\u00e4n und sicher bewegen zu k\u00f6nnen. Diese Forderung stie\u00df auf breite Zustimmung im Panel: Eine Bev\u00f6lkerung mit hoher Medienkompetenz ist weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Phishing-Angriffe, Desinformation und andere digitale Gefahren. Zudem bildet sie den N\u00e4hrboden f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte von morgen in IT und Security. Kob verwies darauf, dass L\u00e4nder wie Estland digitale Bildung fr\u00fch f\u00f6rdern \u2013 ein Beispiel, von dem Deutschland lernen k\u00f6nne. Insgesamt zeigte Panel 3, dass <strong>Cybersicherheit in der Wirtschaft<\/strong> als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden werden muss: Staatliche Stellen wie das BSI, die Politik, Beratungsunternehmen und die Unternehmen selbst m\u00fcssen an einem Strang ziehen. Neben Technik und Prozessen ist die <strong>Faktor Mensch<\/strong> entscheidend \u2013 informierte, wachsame und gut ausgebildete Nutzer sind die beste Verteidigung gegen Cyberbedrohungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"771\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_084027067-1-771x1024.jpg\" alt=\"-\" class=\"wp-image-24996\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_084027067-1-771x1024.jpg 771w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_084027067-1-768x1019.jpg 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250509_084027067-1.jpg 904w\" sizes=\"(max-width: 771px) 100vw, 771px\" \/><\/figure>\n\n\n<h2><b>Synergien zwischen zivilen Technologien und Sicherheitsanwendungen<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass das 7. CXO-Event auf Sylt 2025 einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber die aktuellen Herausforderungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze im Spannungsfeld von Geopolitik, digitaler Sicherheit und Bildung bot. <\/span><b>Peter Gr\u00e4f<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> von der GRAEF Gruppe zog aus der Veranstaltung das Fazit, dass <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">vernetztes Denken<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> \u00fcber Branchengrenzen hinweg heute wichtiger denn je ist. Ein roter Faden durch Keynote und Panels war die Erkenntnis, dass <\/span><b>Sicherheit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> eine ganzheitliche Herangehensweise erfordert \u2013 von der internationalen Zusammenarbeit zur Sicherung von Seewegen und Datenkabeln, \u00fcber die Verzahnung von Verteidigungssektor und Tech-Industrie bis hin zur Verankerung von Digitalkompetenz in der Gesellschaft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die <\/span><b>GRAEF Gruppe<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> als Spezialist f\u00fcr Sicherheitstechnik und industrielle L\u00f6sungen zeigt sich eine klare Schnittstelle: Die fortschreitende Konvergenz von ziviler und milit\u00e4rischer Technologie. Viele der auf dem Event diskutierten Ans\u00e4tze beruhten darauf, <\/span><b>ziviles Know-how f\u00fcr sicherheitsrelevante Anwendungen nutzbar<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zu machen. So k\u00f6nnen etwa <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Ingenieursleistungen aus dem Maschinenbau, Automatisierung und Industrie 4.0<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> helfen, robustere und effizientere Systeme f\u00fcr die Kritische Infrastruktur zu bauen. Moderne Sensorik, KI-gest\u00fctzte Analytik oder IoT-Plattformen, die in der Industrie erprobt sind, lassen sich mit Anpassungen auch zum Schutz vor Bedrohungen in Verteidigung und Innerer Sicherheit einsetzen. Umgekehrt profitieren auch zivile Projekte vom milit\u00e4rischen Sektor \u2013 man denke an Technologien wie GPS oder das Internet, die urspr\u00fcnglich aus Verteidigungsprogrammen hervorgingen und heute im Alltag unverzichtbar sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das CXO-Event unterstrich, dass <\/span><b>Innovation durch Austausch<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> entsteht: Wenn Vertreter unterschiedlichster Bereiche an einem Tisch kommen, entstehen neue Ideen f\u00fcr gemeinsame L\u00f6sungen. Genauso f\u00f6rdert die GRAEF Gruppe den Dialog zwischen Industrie und Sicherheitsbeh\u00f6rden, um <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Synergien zu heben<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">. Die Vision &#8222;<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Technologie f\u00fcr Sicherheit<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">&#8220; bedeutet, die besten Ans\u00e4tze aus allen Disziplinen zusammenzuf\u00fchren. Insgesamt war das 7. CXO-Event auf Sylt ein erfolgreicher Treffpunkt, der Impulse f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kooperationen gab. Die GRAEF Gruppe wird diese Impulse nutzen, um weiterhin <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Security for generations<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> zu schaffen \u2013 durch den Br\u00fcckenschlag zwischen zivilem Engineering und sicherheitsrelevanter Innovation.<\/span><\/p>\n\n<div id=\"rank-math-faq\" class=\"rank-math-block\">\n<div class=\"rank-math-list\">\n<div id=\"faq-question-696f666c9e9b7\" class=\"rank-math-list-item\">\n<h3 class=\"rank-math-question\">Welche geopolitischen Herausforderungen wurden thematisiert?<\/h3>\n<div class=\"rank-math-answer\">\n\n<p>Johannes\u202fPeters (ISPK Kiel) sprach \u00fcber die strategische Bedeutung des Ostseeraums, Sabotage an Unterseekabeln sowie die Notwendigkeit robuster Infrastruktur und diplomatischer Stabilit\u00e4t.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"faq-question-696f666c9e9ba\" class=\"rank-math-list-item\">\n<h3 class=\"rank-math-question\">Wie wurde die Sicherheit digitaler Infrastrukturen diskutiert?<\/h3>\n<div class=\"rank-math-answer\">\n\n<p>Im ersten Panel diskutierten Experten \u00fcber Cybersicherheit, Redundanz kritischer Netze und Security by Design bei Smart Grids und Datenleitungen im Ostseeraum.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"faq-question-696f666c9e9bb\" class=\"rank-math-list-item\">\n<h3 class=\"rank-math-question\">Welche Schl\u00fcsselbotschaft zog die GRAEF Gruppe aus dem Event?<\/h3>\n<div class=\"rank-math-answer\">\n\n<p>Peter Gr\u00e4f betonte, dass zivile und milit\u00e4rische Technologien zusammengef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Innovation entstehe durch Disziplin\u00ad-\u00fcbergreifenden Austausch, um vernetzte Sicherheitsl\u00f6sungen zu entwickeln.<\/p>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 9. Mai 2025 fand auf Sylt das 7. CXO-Event 2025 im Kulturhaus Sylt (Friesensaal in Keitum) statt. Veranstaltet vom Wirtschaftsrat der CDU (Landesverband Schleswig-Holstein) und seiner Landesfachkommission Digitales und Industrie 4.0, versammelte das Event hochkar\u00e4tige Vertreter aus Politik, Milit\u00e4r, Wissenschaft und Wirtschaft. Peter Gr\u00e4f, CEO der GRAEF Gruppe, war als Teilnehmer vor Ort und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":24981,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[394],"tags":[],"class_list":["post-24980","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-company-life"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24980"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24980\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}