{"id":14724,"date":"2019-04-15T08:11:55","date_gmt":"2019-04-15T06:11:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/?p=14724"},"modified":"2026-03-03T13:59:37","modified_gmt":"2026-03-03T12:59:37","slug":"traffic-managment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/traffic-managment\/","title":{"rendered":"Traffic Management der Zukunft KiwiVision"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Smart City Berlin vertraut auf Verkehrsdaten von KiwiVision <\/strong><\/h2>\n<p><em>Mit der KiwiVision Software analysieren Berliner Forscher detailliert den Verkehr in der deutschen Hauptstadt, ohne in die Pers\u00f6nlichkeitsrechte von Verkehrsteilnehmern einzugreifen. F\u00fcr die Implementierung zeichnete die GRAEF Gruppe (<\/em><a href=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/en\/\"><em>www.graef-gruppe.de<\/em><\/a><em>) verantwortlich. Der Genetec Partner ist spezialisiert auf Beratung, Planung, Installation und Wartung von Video-, Alarm-, Zeiterfassungs- und IT-Technik. Zu den Kunden von GRAEF z\u00e4hlen unter anderem Siemens, Jaguar und die Charit\u00e9.<\/em><\/p>\n<p>Von Autofahrern und Fu\u00dfg\u00e4ngern unbemerkt wird rund um den Berliner Ernst-Reuther-Platz an der Zukunft des innerst\u00e4dtischen Stra\u00dfenverkehrs gearbeitet. Im Rahmen von \u201eSmart City Berlin\u201c und anschlie\u00dfenden Projekten erforscht dort ein Konsortium aus Unternehmen wie T-Systems, Cisco, T\u00dcV Nord und Einrichtungen der TU Berlin, welche Chancen sich durch die Digitalisierung der Stra\u00dfenumgebung f\u00fcr autonomes Fahren, Verkehrsflussmanagement und Umweltschutz in den Metropolen des 21. Jahrhunderts ergeben. Schon zu Projektbeginn stellte sich aber eine Herausforderung: Einerseits ist die pr\u00e4zise Erfassung und Kategorisierung aller Verkehrsteilnehmer unverzichtbare Basis f\u00fcr aussagekr\u00e4ftige Datenmodelle, andererseits stellen das deutsche Datenschutzgesetz und die europ\u00e4ische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hohe Anforderungen an den Schutz der Privatsph\u00e4re, insbesondere im \u00f6ffentlichen Raum. Durch KiwiVision konnten diese gegenl\u00e4ufigen Interessen erfolgreich technisch vereint werden.<\/p>\n<p>\u201eDie meisten Projekte zum autonomen Fahren fokussieren sich auf Fahrzeug-basierte L\u00f6sungen\u201c, erkl\u00e4rt Dr.-Ing. habil Manzoor Ahmed Khan, Director of Network &amp; Mobility und einer der leitenden Wissenschaftler am Distributed Artificial Intelligence (DAI) Labor der TU Berlin. Dabei werden Fahrzeuge mit Sensoren wie Kameras, Radar, und Lidar (Abstands- und Geschwindigkeitsmessung per Laser) sowie k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet, um bestimmte Situationen vorherzusehen. \u201eDieser Ansatz ist sicher richtig. Aber durch die Digitalisierung der Stra\u00dfenumgebung und die \u00dcbermittlung der Daten an das Fahrzeug k\u00f6nnen wir das Prognosefenster deutlich vergr\u00f6\u00dfern, von vielleicht hundert Metern auf zwei Kilometer.\u201c<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14738 size-full\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/kiwi4.png\" alt=\"-\" width=\"2093\" height=\"648\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/kiwi4.png 2093w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/kiwi4-768x238.png 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/kiwi4-1024x317.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 2093px) 100vw, 2093px\" \/><\/p>\n<p><strong>Berlin wird digital<\/strong><\/p>\n<p>Zu Forschungszwecken wurden daher am Ernst-Reuther-Platz und entlang der Stra\u00dfe des 17. Juni zahlreiche Kameras und andere Sensoren installiert, die Informationen zu Verkehrsteilnehmern und -dichte, Stra\u00dfenzustand, Parkplatzbelegung, Ampel-Schaltung und nicht zuletzt auch Wetter liefern. Die immensen Datenmengen werden danach mittels verschiedener, am DAI-Labor entwickelter Machine-Learning- und anderer KI-basierter Verfahren analysiert. Die Einsatzm\u00f6glichkeiten der gewonnenen Erkenntnisse sind fast grenzenlos: \u201eZuk\u00fcnftig k\u00f6nnen wir Fahrzeuge unter anderem dar\u00fcber informieren, dass in einem Kilometer die Stra\u00dfe auf sechs Metern vereist oder schlammig ist. Unsere Datenmodelle erm\u00f6glichen aber zum Beispiel auch genaue Aussagen dar\u00fcber, welche Parkpl\u00e4tze am Freitagvormittag wahrscheinlich frei sein werden, und welche Ampelschaltung den Verkehrsfluss an Dienstagen um 13 Uhr beg\u00fcnstigt.\u201c<\/p>\n<p>Basis f\u00fcr solche konkreten Aussagen ist die korrekte Erfassung jedes einzelnen Pkws, Lkws und Busses sowie jedes Fu\u00dfg\u00e4ngers und Fahrradfahrers. \u201eWir verf\u00fcgen \u00fcber die Daten zu tats\u00e4chlich allen Verkehrsteilnehmern, sodass wir den Ernst-Reuther-Platz zu jedem Zeitpunkt simulieren k\u00f6nnen\u201c, sagt Manzoor Ahmed Khan. \u201eDas ist aber nur m\u00f6glich, weil wir von Beginn an auf die Rechte der Verkehrsteilnehmer geachtet haben, deren Einwilligung wir ja nicht einholen k\u00f6nnen. Wir mussten ein tragf\u00e4higes Konzept zum Schutz der Privatsph\u00e4re vorlegen, das streng gepr\u00fcft wurde. Ansonsten h\u00e4tten wir keine Genehmigung erhalten.\u201c<\/p>\n<p><strong>KiwiVision liefert pr\u00e4zise, anonymisierte Daten<\/strong><\/p>\n<p>Werden Gesichter oder Kfz-Kennzeichen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer von einer Kamera erfasst und anschlie\u00dfend gespeichert, so handelt es sich dabei um personenbezogene Daten. Die Sammlung und Verarbeitung solcher Daten wird unter anderem durch die DSGVO begrenzt und reglementiert. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften drohen erhebliche Strafen. Werden Personen aber lediglich als Bl\u00f6cke dargestellt, fehlt der Personenbezug in den Daten. Computer-generierte Darstellungen, die Menschen und Fahrzeuge durch Symbole ersetzen, fallen somit nicht in den Anwendungsbereich der DSGVO.<\/p>\n<p>Diesen Umstand hat sich das Berliner Forschungsteam zunutze gemacht: Mit den Kameras wird die KiwiVision Videoanalyse verwendet, die Objekte im Verkehrsfluss erkennt, kategorisiert und die gewonnenen Daten anonymisiert. Die Algorithmen lassen sich dabei auch nicht von verschiedenen Wetterzust\u00e4nden wie Schnee oder Regen t\u00e4uschen und identifizieren bewegte ebenso so zuverl\u00e4ssig wie wartende Objekte. Erst nach der Anonymisierung werden die Daten von einer selbstentwickelten IoT-Middleware des DAI-Labors gesammelt und an Verarbeitungssysteme weitergeleitet. In den Auswertungen und Simulationen erscheinen LKWs, PKWs, Fu\u00dfg\u00e4nger etc. dann als Kreise, Quadrate oder Dreiecke \u2013 mehr Informationen d\u00fcrfen und wollen die Forscher nicht erhalten. Eine nachtr\u00e4gliche De-Anonymisierung ist unm\u00f6glich, denn Aufzeichnungen der Videostreams gibt es nicht. \u201eWeil die Erfassung und Identifikation so zentral f\u00fcr unser Projekt ist, haben wir uns nat\u00fcrliche mehrere Technologien angesehen und Vergleichsstudien durchgef\u00fchrt\u201c, so Manzoor Ahmed Khan. \u201eKiwiVision hat alle unsere Anforderungen definitiv am besten erf\u00fcllt, deshalb haben wir uns f\u00fcr den Einsatz entschieden, was sich im weiteren Verlauf als richtig erwiesen hat.\u201c<\/p>\n<p>Dieselben Algorithmen kommen im \u00dcbrigen auch im KiwiVision Privacy Protector von Genetec zum Einsatz. Mit dieser Verpixelungs- und Maskierungsl\u00f6sung k\u00f6nnen Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeiter und Besucher im Rahmen der Video\u00fcberwachung unkenntlich gemacht werden. Der Privacy Protector integriert sich vollst\u00e4ndig in Genetec Security Center, die zentralisierte Plattform f\u00fcr ein vereinheitlichtes Management der gesamten physischen Sicherheitsinfrastruktur. Durch Unterst\u00fctzung offener Industriestandards erm\u00f6glicht Genetec Security Center die Verwaltung aller nicht-propriet\u00e4ren, IP-basierten Kameras, T\u00fcrschl\u00f6sser, Sensoren usw. \u00fcber ein einziges Interface.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Berliner Forscherprojekt wird der originale Videostream im Unternehmenseinsatz verschl\u00fcsselt aufgezeichnet und steht f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung von Vorf\u00e4llen zur Verf\u00fcgung. Der Zugriff ist dabei durch ein Authentifizierungs-Verfahren abgesichert, bei dem zwei Mitarbeiter spezielle Chipkarten und PINs bzw. Login-Informationen eingeben m\u00fcssen. Als einzige L\u00f6sung hat der Privacy Protector das European Privacy Seal erhalten. Dieses G\u00fctesiegel wird nur nach intensiver technischer und juristischer Pr\u00fcfung der Kompatibilit\u00e4t von IT-Produkten mit europ\u00e4ischen Datenschutzrichtlinien vergeben. Das Siegel ist zwei Jahre g\u00fcltig, sodass zertifizierte Produkte immer den neuesten Anforderungen entsprechen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14735 size-full\" src=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/TrafficAnalzyer.png\" alt=\"-\" width=\"1070\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/TrafficAnalzyer.png 1070w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/TrafficAnalzyer-768x128.png 768w, https:\/\/www.graef-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/TrafficAnalzyer-1024x171.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 1070px) 100vw, 1070px\" \/><\/p>\n<p><strong>Weiterer Einsatz von KiwiVision<\/strong><\/p>\n<p>Intelligenteres Verkehrsmanagement ist eine der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit, daher ist die Arbeit der Berliner Forscher noch lange nicht abgeschlossen. Bereits jetzt ist ein weiteres gro\u00dfangelegtes Projekt zu 5G-Mobilkommunikation und autonomem Fahren geplant, bei dem der Ernst-Reuther-Platz und die Stra\u00dfe des 17. Juni eine von sechs europ\u00e4ischen Teststrecken bilden werden. Auch im Rahmen dieses Projektes wird die KiwiVision Videoanalyse wieder die ben\u00f6tigten Informationen liefern. Dazu Manzoor Ahmed Khan: \u201eKiwiVision ist unsere L\u00f6sung f\u00fcr anonymisierte Traffic-Daten. Der Support war zu jeder Zeit sehr kooperativ. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen freuen wir uns daher auf die Zusammenarbeit bei weiteren Projekten.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smart City Berlin vertraut auf Verkehrsdaten von KiwiVision Mit der KiwiVision Software analysieren Berliner Forscher detailliert den Verkehr in der deutschen Hauptstadt, ohne in die Pers\u00f6nlichkeitsrechte von Verkehrsteilnehmern einzugreifen. 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